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Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim, Klassenstufe 12

11.01.2020 CJD Droyßig « zur Übersicht

Am Dienstag dem 10.12.2019 machten sich 43 Schüler der Klassenstufe 12 unserer Schule, dazu 4 Schüler der Sekundarschule III Zeitz sowie 7 Lehrer und Begleitperson auf eine erlebnisreiche Reise nach Oświeçim in Polen. Ziel unserer Reise war, sich mit den Ereignissen des Holocausts auseinander zu setzen. Zur Einstimmung auf die folgenden Tage schauten wir den Spielfilm „Schindlers Liste“, der teilweise in Krakau und Auschwitz spielte.

Am nächsten Tag fuhren wir früh am Morgen nach Krakau, wo uns ein Guide durch die Altstadt und das Jüdische Viertel „Kazimierz" führte. Nach einem individuellen Mittagessen trafen wir Monika Goldwasser, eine Zeitzeugin des Holocausts, die 1941 geboren wurde. Sie erzählte uns wie ihre jüdischen Eltern sie als Baby in die Obhut eines Klosters gaben, um ihr Leben zu retten. Im Anschluss besuchten wir das Museum „Schindler-Fabrik" und machten uns mit den Lebensbedingungen der damaligen Zeit vertraut. Als Ausklang des Ausflugs nach Krakau hatten wir Zeit die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und zum Beispiel den Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Der Donnerstag führte uns ins Stammlager Auschwitz, wo wir im Rahmen einer Tour die Ausstellungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers besichtigten. Am Nachmittag hatten wir die Wahl zwischen einer Stadtbesichtigung in Oświeçim, bei der wir die dort einzige noch existierende Synagoge besichtigten, und einem Workshop zum Thema „Verbrecherische medizinische Experimente in Auschwitz-Birkenau". Nach dem gemeinsamen Abendessen trafen wir uns wie auch die Tage zuvor, um bei einer Reflexionsrunde unsere Gedanken miteinander zu teilen. Im Anschluss schauten wir eine Doku über die Befreiung Auschwitz‘.

Am Freitag setzten wir unsere Führung in Auschwitz-Birkenau fort. Wir schauten uns die Baracken auf dem Gelände an und gedachten der Opfer des Holocausts. Nach dem Mittagessen fuhren wir zu einer Schule, wo wir polnische Schüler in unserem Alter trafen. Wir tauschten uns über unsere unterschiedlichen Kulturen aus und tanzten gemeinsam polnische Volkstänze. Wieder in der Unterkunft angekommen, führten wir ein Gespräch zur thematischen Vertiefung der letzten Tage mit Pfarrer Deselaers aus Oświeçim, bei dem wir Antworten auf die Frage, wo Gott beim Holocaust war, suchten. Anschließend gab es die Möglichkeit an einer von Schülern gestalten Andacht teilzunehmen. Als Ausklang des Tages trafen sich nach der Andacht noch einige Schüler und Lehrer zum gemeinsamen Singen.

Am Morgen unserer Abreise besuchten wir eine Ausstellung im Kloster Harmęże, in der Zeichnungen eines ehemaligen Auschwitzhäftlings ausgestellt wurden. Diese Ausstellung gab uns noch einmal einen zusätzlichen Denkanstoß und war sehr beeindruckend. Nach einer abschließenden Reflexion und einem letzten Mittagessen in unserer Unterkunft traten wir unsere Heimreise an.

Deborah Kolbe, Lucia Wehrmann (12b)