Kurzchronik zur Geschichte der Droyßiger königlichen Erziehungs-und Bildungsanstalten

Schuljahr 2015/16

Insgesamt 582 Schüler/innen lernen in der Christophorusschule, davon besuchen 39 Kinder die Gemeinschaftsschule in den Klassen 5-7 und 14 Kinder das Internat. Sie werden von 52 Lehrer/innen unterichtet.

Im Jahr 2015 haben 59 Schüler/innen erfolgreich das Abitur bestanden. Am Juventusfest der 8. Klassenstufe nahmen 34 Schüler/innen gemeinsam mit ihren Eltern teil.

 

Schuljahr 2014/15

Insgesamt 582 Schüler/innen lernen in diesem Schuljahr, davon besuchen 24 Schüler/innen die Gemeinschaftsschule in den Klassen 5+6 und 20 Schüler/innen das Internat.

Das Abitur 2014 haben 44 Schüler/innen erfolgreich abgeschlossen.

Das Juventusfest ist in Droyßig zu einer guten Tradition geworden. Bereits zum 6. Mal haben Mädchen und Jungen der 8. Klasse ihrer Kindheit ade gesagt. Sie haben das Juventusfest gefeiert- statt Jugendweihe, Konfirmation oder Firmung. Juventus kommt aus dem Lateinischen und heißt Jugend.

 

Abitur 2013

In diesem Jahr legten 62 Schüler/innen erfolgreich ein Abitur ab. Davon erhielten 13 Schüler besondere Preise, z.B. den Fürst-Otto-Victor-Preis oder Preise in den verschiedensten Fachrichtungen wie Deutsch oder Physik.

Zum Schuljahr 2013/14 wurden 62 Kinder in der 5. Klassenstufe neu aufgenommen.Daneben wurde in der neuen Gemeinschaftsschule eine erste 5. Klasse mit 12 Schüler/innen eingerichtet.Insgesamt werden in Droyßig 563 Schüler beschult.

 

Abitur 2012

Alle 27 SchülerInnen legen erfolgreich ihr Abitur ab.

Zum Schuljahr 2012/2013 wurden 60 Kinder in 3 Klassen neu aufgenommen.

 

Abitur 2012/13

Alle 48 SchülerInnen legen erfolgreich ihr Abitur ab. Mit dem festlichen Gottesdienst und dem Festakt in der Sektkellerei Freyburg fanden für die meisten Abiturienten acht gemeinsame Schuljahre ihren Abschluß.

 

Zum Schuljahr 2011/2012 wurden 74 Kinder in 3 Klassen neu aufgenommen. Es besuchen 550 SchülerInnen die CJD Christophorusschule Droyßig, davon sind 24 im Internat.

Am 23.05.2011 hat der Förderverein der CJD Christophorusschule Droyßig den Beschluss gefasst, einen Otto-Victor-Stiftungsfond zu gründen, um die Schule noch besser zu unterstützen.

Abitur 2010
Für 49 Abiturienten fand die feierliche Zeugnisübergabe in der Sektkellerei Freyburg statt. Die 3 besten Mädchen erreichten einen Notendurchschnitt von 1,4 und 1,5. Mit der Abiturfahrt nach Budapest fand eine erfolgreiche Schulzeit ihren Abschluss.

Zum Schuljahr 2010/2011 wurden 90 Kinder in 4 Klassen neu aufgenommen. 539 SchülerInnen besuchen die CJD Christophorusschule Droyßig, davon sind 26 Internatsschüler.

Zum Schuljahr 2009/2010 wurden 69 Kinder in drei Klassen neu aufgenommen. Es besuchen 521 SchülerInnen die Christophorusschule Droyßig, die von 48 Lehrkräften unterrichtet werden. Das Internat besuchen 25 SchülerInnen.

Am 19. August 2009 wurde auf dem ehemaligen Wäscheplatz der Droyßiger Anstalten ein Minisportfeld eingeweiht.
Zur Eröffnung standen sich in einem Volleyballspiel Lehrer und Schüler gegenüber.

Skulptur im Schulpark
aus dem Stumpf einer abgebrochenen Eiche gestaltet der Holzkünstler Roland Lindner das Symbol "drohende Spaltung zwischen Mensch und Natur".

Im Schuljahr 2008/2009 besuchen 544 SchülerInnen die CJD Christophorusschule Droyßig. Davon wurden 86 neue Fünftklässler in vier Klassen aufgenommen. Das Internat besuchen 25 SchülerInnen.

Abitur 2009
Drei Abiturklassen feiern zusammen ihre Reifeprüfung. Der festliche Gottesdienst fand in der Naumburger Wenzelskirche statt.
68 Abiturienten erwarben das Abitur. Die vier Besten erreichten einen Notendurchschnitt von 1.0 , 1.2 und zweimal 1.3. Insgesamt hatten 20 Abiturienten eine Eins vor dem Komma. Mit dem Ballabend im historischen Lichthof der Sektkellerei Freyburg fand eine erfolgreiche Schulzeit ihren Abschluss.

Im Schuljahr 2007/2008 besuchen insgesamt 546 SchülerInnen die Christophorusschule in Droyßig von der 5.-12. Klasse. Davon wurden 86 neue Fünfklässler in vier Klassen aufgenommen.

Juventusfest Mai 2008
Die Christophorusschule Droyßig feiert erstmalig das Juventusfest, eine Ergänzung zu Jugendweihe, Konfirmation oder Firmung. Juventus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Jugend. Mit einer Festveranstaltung wurden 13 Jugendliche symbolisch von der Kindheit verabschiedet.

Juni 2008 Abitur
70 Abiturientinnen und Abiturienten
feierten mit einem Abschlussgottesdienst in der Freyburger Stadtkirche und Festakt und Ball im historischen Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei. In diesem Jahr stand 21mal die Eins vor dem Komma. Die drei Besten erreichten einen Abiturdurchschnitt von 1.0 , 1.1 und 1.2.
Der Otto-Victor-Preis wird für besonderes politisches und soziales Engagement seit 1997 vergeben. In diesem Jahr erhielten ihn gleich 2 Schülerinnen.

Im Schuljahr 2006/2007 besuchen insgesamt 620 SchülerInnen die Christophorusschule Droyßig.
Davon wurden 81 Schüler in drei 5. Klassen aufgenommen.

31. März 2007
70 Abiturienten
haben nach bestandener Reifeprüfung ihre Abiturzeugnisse im Lichterhof der Freyburger Sektkellerei erhalten. Es war der letzte Jahrgang, die ihr Abitur nach dem Modell 13K (mit verkürztem 13. Schuljahr) abgelegt haben. Die beste Schülerin legte ihr Abitur mit 1.1 ab. Auf 19 Abi-Zeugnissen stand eine 1 vor dem Komma.Der Elternvertreter forderte die Gymnasiasten a.D. auf, im Leben nie klein beizugeben. "Stehen Sie einmal mehr auf als Sie hingefallen sind". Nur Engagement und Aktivität bringen Erfolge."Die Natur hat für alle Vögel Futter, sie bringt es Ihnen aber nicht ins Nest"!

Juni 2007-Abitur der 12. Klassen
73 SchülerInnen legten erfolgreich ihr Abitur ab. Mit 24 mal einer Eins vor dem Komma und drei mal 1.0 auf dem Abiturzeugnis. Der Festakt im Zeitzer Dom und anschließender Abiturfeier in den Zeitzer Klinkerhallen war für alle ein Höhepunkt, auch Danke zu sagen an Eltern und Lehrer für ein gutes Schulkonzept. 

Erweiterung des Internats im 2. Obergeschoß des Ostflügels
Im zweiten Internatsjahr besuchen 20 SchülerInnen von Montags-Freitags das Internat. Das Wochenende verbringen sie im Elternhaus.

Zum Schuljahr 2005/2006 wurden 77 Kinder in 3 Klassen neu aufgenommen. 
Es besuchen 621 SchülerInnen die Christophorusschule, das sind
130 SchülerInnen in der      5+6 Klasse
282 SchülerInnen in der      7-10 Klasse
209 SchülerInnen in der      11-13k  Klasse

Sie werden von 46 LehrerInnen aus 4 Nationen uns aus 11 Bundesländern unterrichtet. 

Abitur 2006
Am 25. März 2006 war es wieder soweit. 59 Gymnasiasten erhielten in feierlicher Robe im Hyzet-Klubhaus ihre Abiturzeugnisse. Die drei besten Schüler legten ihr Abitur mit 1.2 ab. 17 Abiturienten hatten eine Eins vor dem Komma; und das bei erhöhten Prüfungs-anforderungen.
"Bewahrt euch Würde, Ehrlichkeit und tolerantes Handeln" diese Worte gab die Elternvertreterin den Abiturienten mit auf den Weg.

Am 31.08.2006 - Eröffnung des Internats an der CJD Christophorusschule Droyßig

Zum Schuljahr 2004/2005 wurden 51 Schüler in den Klassen 5 neu aufgenommen.  

51 Abiturienten des Jahrganges 2005 erhielten am 12. März nach dem Festgottesdienst im Dom St. Peter und Paul im Hyzet-Klubhaus ihre Reifezeugnisse. Es war ein besonders starker Jahrgang 19 Schüler mit einem Durchschnitt unter zwei. Davon legte ein Schüler mit 1.0, drei Schüler mit 1.1 und drei Schüler mit 1.2 das Abitur ab.

Goldene Tradition zum Stiftungsfest Bereits zum 4. Mal feiern ehemalige Abiturienten der Landesheimschule/Heimoberschule ihr Goldenes Abitur in Droyßig mit Führung durch ihre „alte Schule“, Konzertabend mit feierlicher Übergabe einer Urkunde zum Goldenen Abitur 2005.

30. Mai 2005 Einweihung des neuen Trinkbrunnens
Der ursprüngliche Trinkbrunnen war ein Geschenk ehemaliger Schülerinnen zum 75-jährigen Bestehen der Droyßiger Anstalten 1927. Der Brunnen stand vor dem Speisesaal. Symbolisch für die erziehende Tätigkeit zeigte er einen Gärtner und eine Gärtnerin dargestellt, die ein junges Bäumchen pflegen, die schlechten Triebe aus der Krone schneiden und Zweige binden. Der Brunnen wurde 1960/61 aus unbekannten Gründen abgerissen.

Wasser – Quelle des Lebens, unsere Kinder trinken viel zu wenig!


Unter diesem Motto stand der Aufruf des Fördervereins der Christophorusschule für einen neuen Trinkbrunnen. Nach einem Ideenwettbewerb der Jahrgangsstufe 11 ließ sich auch der beauftrage Holzkünstler Roland Lindner aus Hollsteitz inspirieren. Aus einer umgestürzten Linde ließ der Künstler zahlreiche Elemente aus der christlichen Symbolik und allgemeine Sehnsucht nach Harmonie einfließen. Linksseitig kann der Betrachter das Paradies, also Blattwerk, eine Schlange und auch einen Apfel erkennen. Die gegenüberstehende hohe Figur kann als Mutterfigur gesehen werden, die Leben schenkt. Der Kopf mit dem Yin-und Yang-Zeichen aus der asiatischen Harmonielehre. So bietet uns der Brunnen vielfache künstl. Deutungsmöglichkeiten sowohl für unseren Körper als auch für die Seele.

Im Schuljahr 2003/2004 besuchen insgesamt 675 Schüler das Gymnasium.

Am 20. März 2004 fand im Zeitzer Dom „Peter und Paul“ die feierliche Abiturfeier statt.

60 SchülerInnen haben erfolgreich ihr Abitur bestanden.

Am 24. Mai 1996 wurde die Naturschutzstation „Zeitzer Forst“ durch Umweltministerin Heidrun Heinecke offiziell übergeben.

Zum Projekttag „Ökosystem Wald“ wird die Verbindung zur Natur den Schülern näher gebracht. Ein Besuch beim Imker vermittelt Kenntnisse über das leben der Bienen und deren Bedeutung im Kreislauf der Natur.

Alle Abiturienten erhalten bei der Übergabe ihrer Abiturzeugnisse eine blaue Schärpe mit der Aufschrift „Jugenddorf-Christophorusgymnasium Droyßig Abitur 2003“.

Im Mai 1995 legten die ersten 16 Schüler erfolgreich ihr Abitur ab, 1996 waren es bereits 35 Schüler und 2003 waren es 56 Schüler im 13K Modell.

Anlässlich des Schul - und Stiftungsfestes im Mai 1994 erschien in Anknüpfung an die Tradition der Bildungsanstalten die Erstausgabe der neuen Reihe „Droyßiger Blätter“, der Schulschrift der Jugenddorf-Christophorusschule Droyßig.

Am 24. Mai 1993 wurde das Turmkreuz auf dem Droyßiger Schulturm wiedererrichtet.

Im zweiten Jahr der Gründung der Schule nahmen 283 Schüler in 12 Klassen (1992), ein Jahr später 364 Schüler in 15 Klassen (1993) den Unterricht auf.

Am 16.07.1992 - Gründungsversammlung des Vereins der Freunde und Förderer der Jugenddorf-Christophorusschule Droyßig e.V. 

Mit dem Schul-und Stiftungsfest am 16.Mai 1992 wurde die alte Tradition dieser Feste an den Bildungsanstalten wieder aufgenommen.

Am 20. Dezember 1991 erging die Eigentumszuordnung der Treuhand auf das Land Sachsen-Anhalt als Rechtsnachfolger des preußischen Staates.
Das CJD bleibt Verwalter und Mieter der Liegenschaft.
Am gleichen Tage wurde die damalige Ernst-Thälmann-Straße nach dem ersten Direktor der Droyßiger Anstalten in Wilhelm-Kritzinger-Straße umbenannt.

Bereits am 2. September 1991 nahmen 211 Schüler in 9 Klassen den Unterricht an der Christophorusschule Droyßig auf.
Am 28. September 1991 wurde die Jugenddorf-Christophorusschule als staatlich anerkanntes Gymnasium
mit einem Festakt auf dem Sportplatz und einem anschließenden Tag der offenen Tür feierlich eröffnet.

Am 22. August 1991 erfolgte die Übergabe der Verwaltung der Liegenschaft durch die Treuhand an den Landkreis Zeitz und das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland e.V. zum 1. September 1991.

Am 1. Juni 1991 stimmte die Treuhand Berlin dem Antrag des Landes Sachsen-Anhalt auf Eigentümerschaft über die gesamte Liegenschaft der Droyßiger Anstalten zu.
So hat die Briefdemonstration der ehemaligen Droyßiger Schülerinnen mit zum Erfolg beigetragen.

Auf Anregung von Frau Hagedorn, einer ehemaligen Studienrätin, wurde eine Briefdemonstration über den katholischen Pfarrer Mittenentzwei gestartet.
Viele ehemalige Schülerinnen wollten die Schule im Sinne des Stifters erhalten sehen. Eine von ihnen aus der ehemaligen BRD nahm die Verbindung zu den Jugenddorf-Christophorus-Schulen auf. Der Besuch einer Delegation des CJD in Droyßig weckte Interesse und Begeisterung.

Ab 30. Mai 1990 wurde durch Entscheidung der unabhängigen Kommision  die Verwaltung der Liegenschaft der ZIPO der Treuhand übergeben. Da sich kein Rechtsträger fand, gab man den Ostflügel an das Reisebüro „Jugendtouristik“ ab. Es sollte ein modernes „Gästehaus am Schloß Droyßig“ entstehen

Am 28. August 1990 wurde die Einstellung der Lehrerausbildung in Droyßig auf Weisung des Ministeriums für Bildung bekannt gegeben. Den noch in der Ausbildung stehenden Studenten wurde die Möglichkeit gegeben, ihr Studium in Weißenfels, Köthen oder einer anderen Lehrerausbildungsstätte abzuschließen.

Bereits 1984 hatte die DDR – Staatssicherheit in der ZIPO - Droyßig ein Internierungslager für 800 Regimegegner geplant. Auf einer Landkarte ist ein roter Kreis mit dem Kürzel IL und 800 gekennzeichnet. In den Akten sind Haftbegründungen, Karteikarten mit Fotos sowie verantwortliche Gruppen aufgelistet. Dies geht aus Akten der Gauck-Außenbehörde in Halle hervor.

Ab 1974 wurde die Zentralschule umgebildet, und mit dem Studium 1975/76 ging man zum vierjährigen Direktstudium über. Ab 1976 gab es die Möglichkeit des externen Erwerbs des Staatsexamen.

Am 6. Oktober 1958 wurde die Zentralschule der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ (ZIPO) in Droyßig gegründet. FDJ – Mitglieder mit Abschluss der 8. Klasse und abgeschlossener Berufsausbildung (Facharbeiter-Zeugnis) wurde in einem zweijährigen Direktstudium als Freundschaftspionierleiter ausgebildet
Die Orgel in der Aula wurde entfernt, sie passte nicht ins ideologische Bild der ZIPO
Von September 1965
an erfolgte die Ausbildung in Droyßig und an Außenstellen auf der Grundlage der Lehrpläne des IfL als Freundschaftpionierleiter, zu dessen Qualifikation der Erwerb der Lehrbefähigung für die unteren Klassen gehörte. 

Im Schuljahr 1953/54 begann in Droyßig die Ausbildung von UnterstufenlehrerInnen, zunächst auf der
8. Klasse der Grundschule aufbauend und vierjährig, ab 1957/58 mit Abgängen der 10. Klasse dreijährig. 

Diese Ausbildung am Institut für Lehrerbildung (IFL) lief 1959 aus. Studenten und Lehrer gingen zur Beendigung des Studiums an die Institute nach Weißenfels oder Crossen.

1953 wurde die Landesheimschule in Heimoberschule umbenannt, diese Erweiterte Oberschule bestand bis 1956.

1951 wurde der Festsaal (ehemaliger Musiksaal/Milkerscher Tanzsaal) einmal wöchentlich als Filmtheater genutzt.

1949 wurde die erste Kapelle „Die Droyßiger Dohlen“ gegründet, die sich später „Heim – Capelle – Droyßig“ HCD nannte.

Im März 1947 wurde im Gefolge der Verlegung der „Peißnitzschule“ von Halle/Saale nach Droyßig die Landesheimschule als Oberschule mit Internatsbetrieb eingerichtet. Kinder und Jugendliche, deren Eltern Opfer des Faschismus waren, erhielten die Möglichkeit, das Abitur abzulegen. Erstmals wurden Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet.

Trotz der Besetzung des Gebäudes führte die Lehrerin Frau A. Langenbach zwei noch verbliebene Klassen zum Abitur.

1945 wurde das Gebäude – bei Arbeitsstillstand in den Bildungsstätten; als Kaserne der Besatzungstruppen (zunächst amerikanisch, danach sowjetisch) genutzt. 

1944 wurden Schule und Internat geschlossen.
Im September 1944 begann lediglich noch ein Lehrgang für Kindergärtnerinnen, dessen Teilnehmerinnen Anfang April 1945 wegen der Kriegsereignisse beurlaubt wurden.

Im September 1939 blieb die Schule für ein Monat geschlossen, weil die Schülerinnen Kriegshilfsdienst leisten mussten.

1938 erfolgte die Umwandlung der Anstalten in eine Oberschule für Mädchen mit den Klassen 1 bis 8 (5. bis 12. Schuljahr). Gleichzeitig bestand weiterhin die Frauenklasse, deren Besuch als ein halbes Pflichtjahr angerechnet wurde. Das Pflichtjahr war das Jahr nach der Schulentlassung, in dem die Mädchen in kinderreichen und bäuerlichen Familien oder zum Teil auch als Dienstmädchen in besser gestellten Familien arbeiten mussten, um in eine Lehrausbildung eintreten zu können.

1930 wurde der Kindergärtnerinnenlehrgang abgelöst durch einen verbundenen Lehrgang für Kinder-gärtnerinnen und Hortnerinnen.

1928 fand die letzte Lehramtsprüfung des alten Oberlyzeums statt. Damit endete die in der Stiftungsurkunde festgelegte und 75 Jahre praktizierte Lehrerinnenausbildung. Gleichzeitig wurde die Übungsschule geschlossen.
Die Schule wurde umbenannt in eine „Staatliche Bildungs – und Erziehungsanstalt“ für Mädchen.

1927 erfolgte eine bauliche Erweiterung:
Im 1. Stock durchgehend Klassen und Verwaltungsräume, im 2. Stock die Wohn - und Arbeitsräume und im 3. + 4. Stock die Schlaf-, Wasch- und Garderoberäume.
Die naturwissenschaftlichen Abteilungen umfasste den ganzen 2. Stock des Aulaflügels. 

1925 entschloss man sich zu einem Orgelneubau durch den Magdeburger Orgelbauer Eduard Beyer.

1910
kam es zusätzlich zur Bildung einer allgemeinen Frauenschule mit Lehrgängen für Hauswirtschafts-Lehrerinnen(1911), Lehrerinnen für Fremdsprachen(1911-einmalig), Kindergärtnerinnen(1912) und Hortnerinnen.

Ab 1909 wurde ein Höheres Seminar für Lehrerinnen der französischen und englischen Sprache eingerichtet.

Das Gouvernanteninstitut fand in veränderter Form seine Weiterführung in der Oberstufe des Oberlyzeums. Der Besuch des Oberlyzeums ermöglichte erstmals den Absolventinnen den Zugang zur Universität.

Mit der Neuordnung des Lyzeums (allgemeine Frauenbildung und Lehrerinnenbildung) von 1908 ergab sich folgende Änderung:
Die Frauenschule
konnte zweijährig, das Höhere Lehrerinnenseminar dreijährig unter Ergänzung eines einjährigen Praktikums besucht werden. Das Mindestalter der Schülerinnen betrug 16 Jahre.

Weitere große bauliche Veränderungen und der Bau von Wohnhäusern folgten in den Jahren 1899-1902 Foto-Grundriss.
1897wurde die Ausbildung erweitert. Infolge der Neuordnung des höheren Mädchenschulwesens wurde die Ausbildung nach Torgau verlegt. Die letzte Reifeprüfung von Seminaristinnen/Volksschullehrerinnen fand 1911 statt.
Am 25. Mai 1900 wurde die Verwaltung dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium Magdeburg übertragen.

1885 Einweihung der Ladegast-Orgel in der Aula, zu der W. Kritzinger ein Gedicht geschrieben hat

Bauliche Erweiterung
1884 wurde der Turmkopf mit Kreuz angebracht, der alte Zeiger der Turmuhr wurde durch ein neues Werk ersetzt.

Dass er auch Liedertexte und Gedichte schrieb, wissen nur wenige, obwohl sein Text „Süßer die Glocken nie klingen“ noch heute zum Weihnachtsfest gern gesungen wird.
Anlässlich des 150. Jahrestages des Unterrichtsbeginns in den Droyßiger Anstalten 2002 wurden seine schönsten Gedichte in einer Gedichtbroschüre herausgegeben.

Wilhelm Kritzinger war der erste Direktor der 1852 gegründeten „Erziehungs - und Bildungsanstalten“ in Droyßig. Fast ein halbes Jahrhundert hindurch prägte er den Geist dieser Einrichtung.
1857 wurden die „ Gedenkblätter des Königlichen Lehrerinnenseminars zu Droyßig an seine fernen Kinder“ von W. Kritzinger herausgegeben, die sich gebunden als Kopie in dem Schularchiv befindet.

Diese Übungsschule wurde mit 2 Klassen 1852 eröffnet und 1906 auf 6 Klassen erhöht. Das zeugt von einem großen Zuspruch, den die Übungsschule gegenüber der Dorfschule hatte.
Dieser Einrichtung wurden 1855 ein Gouvernanteninstitut und ein Pensionat angeschlossen.
Die Droyßiger Anstalten beruhten auf einer Stiftung zugunsten des preußischen Staates und unterstanden unmittelbar dem Minister der geistlichen Unterrichts - und Medizinalangelegenheiten.

Am 1. Oktober 1852 fand die Eröffnung der Droyßiger Anstalten statt. 20 Seminaristinnen nahmen das Studium an der neuen Schule, der ersten Bildungsstätte solcher Art für Mädchen in Preußen, auf.
Die Gemeinde Droyßig und Preußen schlossen einen Vertrag. In ihm wurde festgelegt, dass 80 von den 130 schulpflichtigen Mädchen aus der Dorfschule gegen eine Vergütung von einem Taler pro Kopf in die Übungsschule des Seminars übernommen werden.

Am 11.Mai 1847 wurde von Fürst Otto-Viktor von Schönburg-Waldenburg durch Unterzeichnung einer entsprechenden Stiftungsurkunde ein evangl. Lehrerinnenseminar gegründet, um „Personen weiblichen Geschlechts, welche bereits confirmiert sind“, in christl. Geiste auf eine spätere pädagogische Tätigkeit in der Gesellschaft und im Staat vorzubereiten.